Broetje-Automation entwickelt Lösung zur berührungslosen Temparaturmessung

In den vergangenen Wochen hat der Maschinen- und Anlagenspezialist Broetje-Automation eine kostengünstige und innovative Lösung zur kontaktlosen Temperaturmessung entwickelt. Das Unternehmen aus Niedersachsen hat ein ganzes Maßnahmenbündel in Angriff genommen und leistet so einen Beitrag, um die Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus wirkungsvoll einzudämmen.

Im Rahmen der Maßnahmen zur Bekämpfung der COVID-19 Pandemie und zur Vermeidung von Infektionen im Unternehmen hat Broetje-Automation ein umfangreiches Maßnahmenpaket umgesetzt. Neben den üblichen Maßnahmen zur verstärkten Hygiene, Kontaktbeschränkungen durch weitreichenden Einsatz von Home-Office, Sicherheitszonen sowie Gruppen- und Schichtarbeit nutzt die Unternehmensgruppe auch eigene Entwicklungs- und Fertigungskapazitäten, um benötigtes Equipment und hilfreiche Technologien herzustellen.

Im Rahmen eines Technologiesprints wurde nun ein System zur kontaktlosen Messung der Körpertemperatur für Mitarbeiter und Besucher des Unternehmens realisiert. Das „BA Thermo“ getaufte System nutzt eine Kombination aus RGB- und Infrarotkamera, um in wenigen Sekunden die Körpertemperatur zu messen. „Wir konnten auf unsere langjährigen Erfahrungen mit optischen Messsystemen und auch das Equipment unserer eigenen Produktentwicklung zurückgreifen. Das hat uns ermöglicht, das System in vergleichsweise kurzer Zeit auf die Beine zu stellen.“ erläutert Dr. Christian Heyers, Leiter Engineering bei Broetje-Automation.

Temperaturscanner wurden bisher nur an wenigen, hochfrequentierten öffentlichen Orten wie beispielsweise einigen Flughäfen in Asien zur Fiebererkennung eingesetzt. Entsprechend teuer und aufwändig in der Installation sind diese Geräte bisher. „Wir haben ausschließlich, standardisierte und schnell am Markt verfügbare Komponenten für BA Thermo verwendet. Daher liegen auch die Kosten für das System deutlich unter den heute üblichen Marktpreisen.“ erläutert Heyers.

Geschäftsführer Lutz Neugebauer zeigt sich begeistert, von der Kreativität und Einsatzbereitschaft, mit der seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich der aktuellen Lage stellen. „Ich bin beeindruckt, wie unsere Kolleginnen und Kollegen mit der für uns alle sehr schwierigen Situation umgehen. Selbstverständlich ist auch Broetje-Automation stark vom Einbruch auf dem Luftfahrtmarkt betroffen. Aber die vielen neuen Ideen in der ganzen Broetje-Automation Gruppe zeigen, dass wir den Kopf nicht hängen lassen, sondern die Herausforderung auch als Chance für Neues begreifen.“.

Das System zur Fiebererkennung ist dabei nur eine von mehreren Ideen, die derzeit bei Broetje-Automation realisiert werden. M-Technologie S.A.S., das französische Tochterunternehmen des Maschinenbauers, fertigt am Standort Toulouse bereits seit mehreren Wochen Mund-Nasenschutz Masken für die regionale Community und liefert sowohl waschbare Stoffmasken als auch Einmalmasken, Schutzvisire, Plexiglas-Abtrennungen und Desinfektionsmittel an Unternehmen und Institutionen der Region aus. Außerdem bietet das Unternehmen Logistik- und Beratungsdienstleistungen rund um COVID-19 Maßnahmen.

Das Temperaturmesssystem „BA Thermo“ soll zunächst für den Eigenbedarf an allen Standorten der Broetje-Automation Gruppe bereitgestellt werden, um die Infektionsketten innerhalb des Unternehmens weitgehend zu unterbinden. Im weiteren Verlauf ist eine Produktion und Auslieferung des Systems auch an andere Firmen geplant. Die Vorbereitungen hierzu laufen bereits.

„Wir arbeiten bereits an weiteren Ideen“ ergänzt Neugebauer.

Quelle: Pressemitteilung, 12. Mai 2020, Broetje-Automation

Auf der Website von Broetje-Automation finden Sie einen Flyer zum „BA Thermo“ mit ausführlicheren Informationen.

 

 

Kontakt

Norbert Steinkemper
Broetje-Automation GmbH

norbert.steinkemper@broetje-automation.de
www.broetje-automation.de